Geschichte Ruden

Burgruine Weissenegg
 Im Bereich der Gemeinde Ruden erhebt sich die bedeutende Burg Weißenegg, die bereits im 13. Jahrhundert Sitz eines Landgerichtes war, zu dem auch Ruden gehörte.
Das im Jahre 1960 der Gemeinde gewidmete Wappen führt auf den im Gemeindebereich, genauer gesagt in den Ortschaften Eis und St.Nikolai, offenbar schon vor über 2000 Jahren betriebenen Silberbergbau zurück. Ebenso geht auch der Name „Ruden“ von den dortigen „Erzgruben“ hervor. Unter den in unserem Land geprägten Silbermünzen befindet sich ein Typ, der seit dem Jahre 60 vor Christi Geburt im Umlauf war und nach dem der Ort Eis benannt ist.
Das für Kärnten historisch bedeutsame Tertosagenkreuz wurde Ruden 1959 als Gemeindewappen vorgeschlagen, womit unser Heimatort in seinem Wappen einen wichtigen Teil der frühen Vergangenheit unseres Landes repräsentieren kann.
 
Burgruine Weißenegg:
Nordöstlich von Ruden, auf einem vorspringenden bewaldeten Felsvorsprung, sind heute noch die Reste einer Zwillingsburg zu sehen, deren älterer Teil aus dem 12. Jahrhundert stammt. Von den 4 Burgen des Namens Weißenegg, die es in den Österreichischen Alpenländern gegeben hat, war unsere Burg wahrscheinlich das Stammschloss des Geschlechtes der Weißenegger. Als Ältester des Geschlechtes der Weißenegger ist uns Wülfing von „Wizzeneck“ bekannt. Er soll um etwa 1120 gelebt haben.
Im Jahre 1278 kämpfte er mit dem Kaiser Rudolf von Habsburg gegen König Ottokar von Böhmen und fiel in der Schlacht bei Dürnkrut auf dem Marchfelde. Daraus ist zu ersehen, dass die Herren von Weißenegg ein mächtiges und reiches, aber auch unruhiges Geschlecht waren.
Da sich unsere Burg zu Ende des 14. Jahrhunderts im Besitze des Grafen Hermann von Cilli befand, ist anzunehmen, dass die Weißenegger ihre Güter im Aufstand Friedrichs von Auffenstein gegen Herzog Albrecht II. eingebüßt haben. Im Jahre 1425 gab Graf Hermann von Cilli die beiden Schlösser Weißenegg und Hardneidstein dem Hochstifte Bamberg und erhielt dafür im Tauschwege Mauthenberg.
Bis 1759 blieb Weißenegg bambergisch, dann fiel es an den Staat zu. Im Jahre 1775  wurde die Herrschaft Weißenegg an Mar Theodor Freiherr von Egger verkauft und blieb viele Jahrzehnte hindurch in dieser Familie. Gegenwärtig befindet sich die Burg im Besitz von Frau Dkfm. Friederike Zechner-Leitgeb. 
 
Pfarrkirche St. Magdalena:
Die Pfarrkirche St. Magdalena ist ein spätgotischer Bau mit Gewölben aus dem 15. Jahrhundert. Schon 1521 wurde Ruden als Pfarre bezeichnet.  
Eine alte Weinbaugegend in Ruden, die allerdings erst aus dem 17. Jahrhundert bezeugt ist, führt heute noch den Namen „Weingarten“. Es darf mit Bestimmtheit angenommen werden, dass der „Weingarten“ ebenfalls schon im Mittelalter angelegt worden ist.
 
Postamt Eis:
In Eis bei Ruden hatte es vom Jahre 1789 bis zum 29.05.1874 ein Postamt gegeben.
Die Poststation befand sich auf dem jetzigen „Svetyhof“. Das Postamt Eis, an der Postroute in das italienische Mießtal gelegen, hatte als Pferdewechselstelle Mitte des 18. Jahrhundert große Bedeutung.
 

Machen wir einen großen geschichtlichen Schritt in unser Jahrzehnt, so stellen wir fest, dass die Gemeinde Ruden eine aufstrebende Gemeinde ist, die sich den Anforderungen der modernen Zeit angepasst hat, aber die Geschichte ihres Ortes nicht in Vergessenheit geraten lässt.